Das Déjà-vu des Herrn Antropov - Fabián San Miguel


Texto en español en Laboratorio central: "El déjà vu sel señor Antropov".

Traducido al alemán por Claudio Bauer.

Die Wolke in seinem Gehirn wurde immer dichter, berührbar. Herr Antropov erhob sich ein wenig in seiner Zeitkammer. Er konnte es knapp schaffen, dass sein Antlitz sich auf der durchsichtigen Folie der Luke widerspiegelte. Die Narbe auf dem Unterkiefer und dem Schädel schränkten ihn auf einen einzigen Gedanken ein: Braunau am Inn. Die Blitze in seinem Gedächtnis waren furchtbar. Ein, zwei, drei und mehr Male: Sein Körper beförderte sich zu einem Bunker in Berlin, als ob er es erlebt hätte. Ein, zwei, drei und mehr Male erblindete die Wolke: Eva, Josef mit seiner Familie; und er selbst: Herr Antropov. Eine seltsame Kraft, die von seinem Mund zu seinen Sinnen verlief, hat ihn aufgenommen. Das erste, was er sah als er wieder zu sich kam, war das Halbdunkel der Gewässer des Biederitz-Flusses. Dunkel und rau. Beharrlich klopfte er auf die Raum-Zeit-Uhr seiner Kammer. Sie zeigt das Jahr 1970 y und ein Gebiet an, an das er sich kaum erinnerte: 11 Kilometer von Magdeburg entfernt. Und er fühlte sich zum ersten Mal ein Fleischfresser … oder, hatte er es zuvor programmiert? Seine Hand berührte die Narben, die Naht, die das Fleisch einfing. Und ein anderes Licht, ein anderer Blitz, gab ein Spiegelbild, das ihn erinnerte, dass er selbst um die Implantate in seinem Körper gebeten hatte, um eine DNA-Probe zu erhalten und auf diese Art diese mit den Resten zu vergleichen, die er in den Archiven der KGB aufbewahrt hat. Der Beweis, dass der Führer, der Millionen mitgeschleppt hatte, tot war, war für die Menschheit unbedingt notwendig. Er reagierte, jedoch konnte er nicht; die Dichte der Zeitlinien ging weit darüber hinaus. Ein letzter Blitz, fast elektrisch. Die Wolke löste sich auf und das Spiegelbild der Luke gab ihm, zwischen seinen verzweifelten Händen, den ersten der Durchbrüche Hitlers Zähne in seinem Unterkiefer.

Fabián San Muguel
Übersetzung: Claudio Bauer